Archiv Positive Stimmen

HIV-bezogene Stigmatisierung und Diskriminierung können die Lebensqualität von Menschen, die mit HIV leben, stark beeinträchtigen. Gleichzeitig behindern sie – wie sowohl Praxis als auch Wissenschaft zeigen – Erfolge der HIV-Prävention, z.B. die Reduzierung von Neuinfektionen.

Vor diesem Hintergrund beschlossen 2005 vier international tätige Organisationen, eine systematische Auseinandersetzung mit den Themen zu starten: UNAIDS, GNP+ (Globales Netzwerk von Menschen mit HIV), ICW (Globales Netzwerk für Frauen mit HIV) und IPPF (Internationaler Verband für Familienplanung). Besonders bei dieser Initiative ist, dass Stigmatisierung und Diskriminierung nicht getrennt betrachtet, sondern als zusammenhängend verstanden werden.

Erstes Ergebnis dieser Auseinandersetzung ist der „PLHIV Stigma Index“ („Menschen mit HIV Stigma Index“). Das Projekt dient der Dokumentation und Abbildung der von Menschen mit HIV erlebten Stigmatisierung. Einzigartig ist dabei der Ansatz, dass das Gesamtprojekt von Menschen mit HIV getragen wird und damit im Sinne der GIPA Prinzipien steht. GIPA („Greater Involvement of People Living with HIV/ Aids“) sieht Menschen mit HIV als Akteure, die gleichberechtigt in die Belange einzubeziehen sind, die sie betreffen.

Seit Beginn der Initiative ist der „PLHIV Stigma Index“ in über 40 Ländern der Welt durchgeführt worden. 2011/ 2012 ermöglicht die Deutsche AIDS-Hilfe die Umsetzung des Projektes unter dem Titel „positive stimmen“ in Deutschland.